Zoff in Bleckede: Ärger über hohe Abwasserkosten

Ralph und Heike Groth (Foto) stöhnen: „Nimmt das denn nie ein Ende?“ Sie meinen damit die hohen Abwasserkosten in der Stadt Bleckede: Im Januar wurden sie von bereits außerordentlich teuren 4,70 auf 4,98 Euro pro Kubikmeter erhöht, vor drei Jahren gab‘s schon eine ähnliche Steigerung. Die Groths haben zwei hübsche Wohnungen zu vermieten. „Aber wenn die Interessenten hören, wie hoch die Nebenkosten sind, springen sie oft ab“, ärgert sich Ralph Groth. Und das, obwohl das Ehepaar schon nur noch niedrige vier Euro Miete pro Quadratmeter nimmt!

Die Stadt Bleckede verlangt die höchsten Gebühren für Abwasser im Landkreis. Seit dem Bau der neuen Kläranlage vor 20 Jahren ist das ein Thema. So machte die Stadt bereits mit ihren vielen „Schwarzzapfern“ Schlagzeilen: „Findige“ Bastler lassen ihr Wasser über Leitungen ohne Zähler laufen, um ihre Rechnung zu senken. „Das geht auf Kosten der Allgemeinheit“, empört sich Ralph Groth, „und die Stadt macht viel zu wenig dagegen!“

Bürgermeister Jens Böther erlebt das ganz anders: „Mir wurde schon vorgehalten, dass wir den Leuten nachstellen!“ Denn wenn bei der Abrechnung ein ungewöhnlich geringer Verbrauch auffällt, schauen Mitarbeiter der Stadt vor Ort nach. Gründe für die hohen Gebühren wurden schon viele genannt. Einer davon klingt absurd: Weil die Bleckeder so sparsam mit ihrem Wasser umgehen, ist es so teuer.

Was es damit auf sich hat – die LÜNEPOST hörte sich u. a. beim Betreiber des Klärwerks, der Purena Gmbh, um. Mehr in der Ausgabe vom 9./10. Februar 2013.