Radbruch. Leben auf dem Land, arbeiten in der Stadt – das ist die bei jungen Familien wohl beliebteste Wohnform. Denn während die Kinder in der Dorfidylle wohlbehütet aufwachsen, können die Eltern ihre Karriereträume in der Stadt verwirklichen. Kein Wunder, dass gerade Dörfer mit perfekter Verkehrsanbindung begehrt sind.

Und während in Lüneburg die Grundstückspreise durch die Decke gehen, ist Bauland auf dem Land noch einigermaßen bezahlbar. Zwischen 120 und 160 Euro liegt der Quadratmeterpreis zum Beispiel in Radbruch. Das 2200-Einwohner-Dorf in der Samtgemeinde Bardowick bietet Bauherren gleich mehrere Vorteile: Die Stadt Winsen ist nicht weit mit ihren großen Lebensmittelversorgern, der Metronom nach Hamburg und Lüneburg fährt stündlich (in der Rushhour sogar halbstündlich) vom dorfeigenen Haltepunkt und die Autobahn 39 ist auch gleich in der Nähe.Klar, dass die Bauplätze da weg gehen, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

Politiker aus dem Dorf haben sich Gedanken gemacht, wie es für Radbruch weitergehen kann. Herausgekommen ist das „Entwicklungskonzept 2035“. Es listet zehn mögliche Neubaugebiete im beschaulichen Dorf auf, unterteilt nach Prioritäten.
Platz ist nach dem Konzept reichlich vorhanden und die Zahlen klingen beeindruckend: 211 Wohneinheiten sind aufgelistet. „Das bedeutet je nach Familiengröße, dass Radbruch bis zu 1100 neue Bürger bekommt. Damit verschwindet der dörfliche Charakter vollends“, klagt ein Kenner über das Konzept, das bisher nur hinter verschlossenen Türen behandelt wurde.

Mehr zu den Plänen in Radbruch lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Lünepost vom 5. Oktober.