Landkreis. Sie sind die Helden mit Handschuhen: Während in Deutschland das Leben wegen der Corona-Pandemie fast bis auf Null zurückgefahren wird, kümmern sich viele fleißige Mitarbeiter in Supermärkten und Drogerien darum, dass unsere Kühlschränke und Klopapierhalter voll bleiben.

Sie kassieren hinter Schutzscheiben aus Plexiglas, desinfizieren im Minutentakt und füllen leergeräumte Regale schnellstmöglich wieder auf. Ganz nebenbei sorgen sie auch noch dafür, dass die Kunden den erforderlichen Sicherheitsabstand zueinander einhalten. Und sie beweisen diplomatisches Geschick beim Schlichten von Streits und manchmal sogar Schlägereien um die letzte Packung Mehl oder die letzten Rollen Küchenpapier.

In der Corona-Krise sagen wir Danke an unsere Superhelden aus den Supermärkten!

„Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in ihrer international viel beachteten Ansprache an das deutsche Volk. Und weil die Mitarbeiter aus dem Lebensmittelhandel mit gutem Beispiel voran gehen, gab es ein Sonderlob der Kanzlerin: „Wer in diesen Tagen an einer Supermarktkasse sitzt oder Regale befüllt, der macht einen der schwersten Jobs, die es zurzeit gibt. Danke, dass Sie da sind für Ihre Mitbürger und buchstäblich den Laden am Laufen halten!“, sagte Merkel.

Allen Hamsterern, die trotz aller Mahnungen über Gebühr bei Nudeln, Mehl oder Klopapier zuschlagen, versicherte sie: „Alle können sich darauf verlassen, dass die Lebensmittel-versorgung jederzeit gesichert ist, und wenn Regale einen Tag mal leergeräumt sind, so werden sie nachgefüllt. Jedem, der in den Supermärkten unterwegs ist, möchte ich sagen: Vorratshaltung ist sinnvoll, war es im Übrigen immer schon. Aber mit Maß; Hamstern, als würde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und vollkommen unsolidarisch.“