Das kann die „Arena der Möglichkeiten“

Variante „Volleyball“: Kapazität 3500 Besucher (Erdgeschoss 1226 Zuschauer, 1. OG 968, 2. OG 1306). „Neben den Bundesligaspielen der SVG sind internationale Spiele bis zur Champions League möglich. Auch andere Sportarten bekommen ganz neue Perspektiven“, so Klaus Hoppe.“ Grafiken: Bocklage & Buddelmeyer

Lüneburg. Bekommen die Bürger aus Stadt und Landkreis Lüneburg eine neue Multifunktionsarena – oder platzt der Plan kurz vor dem Baubeginn? Bevor der Kreistag am 17. Dezember über das Multi-Millionen-Projekt entscheidet, zeigt der vorgesehene Betreiber in der LÜNEPOST die Pläne für seine „Arena der Möglichkeiten“.

Zu früh gefreut? Anfang November stießen Andreas Bahlburg und Klaus Hoppe auf ihre gemeinsame Zukunft in der Arena Lüneburger Land an – mittlerweile ist die Freude des SVG-Chefs und des künftigen Betreibers über das damalige „Ja-Wort“ des Kreistags zum Hallen-Neubau jedoch verflogen.

Denn wie berichtet, konnte das Finanzamt dem Landkreis Lüneburg als Bauherren keine verbindliche Zusage über den Vorsteuerabzug geben. Das war aber die Bedingung, an die bei der Abstimmung das „Ja“ gekoppelt war.

Nun muss am Montag, 17. Dezember, erneut abgestimmt werden – und weil die Kosten ohne Abzug der Vorsteuer auf bis zu 17 Millionen Euro steigen könnten, gilt ein erneutes „Ja“ als viel weniger wahrscheinlich.

Es geht um jede Stimme, das hat Hoppe, Geschäftsführer des vorgesehenen Betreibers Campus Management, bei vielen Gesprächen in den vergangenen Tagen erfahren. Dem langjährigen Vamos-Macher fällt es schwer zu verstehen, dass viele im Kreistag ihre Entscheidung jetzt an eine Steuer-Einsparung koppeln:

„Wie kann es sein, dass ich als Kommune nur eine Halle baue, wenn ich keine Steuern zahle? Das ist doch ein absurdes Signal aus der Politik!“, sagt er und betont: „In 20 Jahren Betrieb kommen doch mehr Steuereinnahmen durch die Arena rein, als die Halle gekostet hat.“

Mehr zum Thema, wie man die Halle nutzen kann, steht in der LP vom 5. Dezember 2018.