Lauenburg. Spinale Muskelatrophie heißt eine seltene Erbkrankheit, bei der Nervenzellen absterben und die Muskelkraft schwindet. Merlin Puls aus Lauenburg leidet an dieser Krankheit. Und an den Pflegebedingungen. Denn der 30-Jährige ist auf Betreuung rund um die Uhr angewiesen.

Seit er mit sieben Jahren die Diagnose bekam, hat seine Mutter Anja Hübenbecker viele Jahre lang ihren Sohn gepflegt. „Ich habe alles für ihn aufgegeben“, sagt sie. Als sie entschied, wieder arbeiten zu gehen, hat sich Merlin Puls an Agenturen gewandt, die Hilfe aus Osteuropa vermitteln. „Viel mehr gibt das Pflegegeld leider nicht her.“ Doch die meist älteren Frauen sprachen kaum Deutsch und blieben nie lange: „In fünf Jahren hatte ich 25 verschiedene Pflegerinnen“, erzählt Merlin Puls. Zusammen mit seiner Mutter kämpft er um eine persönliche Assistenz. Doch vor Gericht sind sie bisher immer gescheitert. Mehr zu Merlins Kampf um eine würdevolle Pflege lesen Sie in der aktuellen Lünepost am Freitag, 30. April.