Lüneburg. Seit es um den Libeskind-Bau der Uni Lüneburg etwas ruhiger geworden ist, ist die geplante Halle „Arena Lüneburger Land“ der große Aufreger. Ursprünglich sollte eine bundesligataugliche Halle für den Volleyball gebaut werden, auch Schulsport sollte dort unterkommen.

Daraus ist mittlerweile eine Veranstaltungshalle geworden, die Kosten sind – auch nach mehreren Planungsfehlern – explodiert, von 26 Mio. Euro ist inzwischen die Rede. Momentan ruhen die Bauarbeiten an der Ostumgehung, und die Politik ringt ums weitere Vorgehen.

In einer Sondersitzung beschäftigte sich der Kreisausschuss für Hochbau und Energiesparmaßnahmen am Dienstag ausschließlich mit der Arena. Den Ausschussmitgliedern wurden „erste Ergebnisse einer verkehrstechnischem Untersuchung“ vorgestellt. Leider lag das Gutachten den Mitgliedern nicht vor, sodass Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) die Ergebnisse vorstellte.

„Ein Ergebnis des Gutachtens ist, dass die Situation an Wochenenden und am Abend, wenn kein Berufsverkehr ist, unproblematisch ist“, sagte Nahrstedt. Lediglich in der Zeit um 18, 19 Uhr sei die Kapazitätsgrenze erreicht. Hierfür gebe es eine sehr einfach umzusetzende Lösung: „Wir richten von Brietlingen aus kommend eine zweite Geradeaus-Spur ein, so wird der laufende Verkehr entzerrt“, meinte der Landrat.

Einige Ausschussmitglieder sahen diese Idee kritisch: „Die Kreuzung beim Media Markt ist schon jetzt recht eng“, wandte zum Beispiel Michael Gaus von den Grünen ein, „das nur mit aufgemalten Streifen zu regeln, erscheint mir zu kurz gegriffen.“ „Diese Details sind im Moment nicht so wichtig“, wehrte Nahrstedt ab, „wichtig ist die grundlegende Aussage des Gutachters, dass es zu machen ist!“

Veranstaltungen mit bis zu 1860 Personen seien laut Gutachten mit dem normalen Linienverkehr zu bewältgen. „Bei über 1860 und bis 2500 Personen wird das Parkhaus am Bahnhof genutzt und zusätzliche Shuttles fahren von dort“, erklärte Nahrstedt. Die Verantaltungstickets sollen als Kombi mit den Parktickets herausgegeben werden. Nach aktuellen Planungen solle es sieben Veranstaltungen in dieser Größenordnung pro Jahr geben.

Übersteigt eine Veranstaltung 2500 Personen – momentan sind nur drei solcher Events geplant –, könne man auf die Parkplätze am Schiffshebewerk Scharnebeck sowie am Schulzentrum ausweichen. Von hier würden dann auch Shuttles eingesetzt.

Weitere aktuelle Infos, insbesondere zum weiteren Zeitplan, stehen in der Lünepost von Mittwoch.