Fußgängerzone wird zum Radweg

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Lüneburg. Radfahren ist gesund und schont die Umwelt. Erfreulicherweise fahren sehr viele Lüneburger mit dem Rad. Auch durch die Innenstadt. Das ist in einigen Straßen im Zentrum den ganzen Tag erlaubt, in anderen lediglich von 18 Uhr abends bis zum nächsten Morgen, 10 Uhr.

Doch halten sich die Radfahrer dran? Wenn man schimpfenden Passanten und Stammgästen der Cafés in der Fußgängerzone glauben darf, eher nicht.

Die LÜNEPOST hat‘s beobachtet: In nur 15 Minuten sind gegen 12 Uhr sechs Radler durch die Große Bäckerstraße gefahren. Ein anderes Mal hat die LP nachmittags im Innenstadtbereich in 45 Minuten 17 Radfahrer gezählt, die gefahren sind – jedes Alter war dabei vertreten. Hochgerechnet macht das in beiden Fällen mehr als 20 Sünder pro Stunde.

Und da die Innenstadt aufgrund des schönen Wetters und der vielen Touristen voll ist, kann es durch Radfahrer zu brenzligen Situationen kommen.

„Das Problem, dass sich nicht alle Radfahrer an das Fahr-Verbot in der Innenstadt halten, ist uns natürlich bekannt“, sagt Lüneburgs Polizei-Sprecherin Antje Freudenberg. Vereinzelt gebe es Stichproben durch die Polizei – und der Kontaktbeamte für die Innenstadt, Thomas Fischer, habe die Radfahrer ebenfalls bei seinen Rundgängen im Blick.

Wer gegen das Verbot verstößt, muss 15 Euro blechen. „Löst der Radfahrer dabei eine gefährliche Situation aus, muss er tiefer in die Tasche greifen“, warnt Freudenberg die Falschfahrer.

Mehr zum Thema steht in der LP-Ausgabe vom 9./10. Juni 2018