Landkreis. Der Wald ist für viele Menschen eine Oase der Erholung. Hier wird gejoggt, spazieren gegangen, Hunde werden ausgeführt. Insgesamt gibt es in Deutschland 11,1 Millionen Hektar Wald.

Erschreckend ist folgende Zahl: Rund 245.000 Hektar davon wurden durch die Dürresommer 2018 und 2109 sowie den Klimawandel bereits vernichtet. Deutlich zu sehen ist das unter anderem im Harz, wo ganze Waldgebiete verschwunden sind.

Doch so weit muss man gar nicht fahren, denn auch in unserer Region leiden die Bäume: „Die Fichten werden vom Borkenkäfer befallen, die Buchen leiden durch die extreme Trockenheit an der Buchenkompexkrankheit“, erklärt Förster Holger Kapell vom Niedersächsischen Forstamt Sellhorn. Er ist für die Revierförsterei Barendorf zuständig.

„Noch ist es bei uns nicht ganz so schlimm wie im Süden Deutschlands, weil wir etwas mehr Niederschlag haben. Doch die Situation ist auch hier sehr angespannt. Unser Wald ist ernsthaft krank.“

Das möchte er der Lünepost in seinem Revier zeigen. Auf der gemeinsamen Fahrt von seinem Büro in Heiligenthal bis zu seinem Waldrevier bei Barendorf fallen ihm immer wieder in kleinen Baumgruppen oder am Straßenrand kranke Bäume auf – für den Laien wie mich nicht immer sofort erkennbar. „Das erkennt man daran, weil häufig die Kronen vertrocknet sind“, erklärt Kapell. „Vor allem Bäume, die dicht am Straßenrand stehen, müssen wir gut beobachten. Sie könnten auf die Straße kippen.“

Wie es weiterging mit der Besichtigung des Waldes steht in der LP vom 29. Juli.