Landkreis. Temperaturen von um die 30 Grad und Sonnenschein sind ideale Bedingungen für einen Badeausflug. Immer wieder zieht es die Menschen nicht nur in die Freibäder, sondern auch in natürliche Gewässer wie Seen oder Flüsse. Doch die Picknick-Decke auf der grünen Wiese, das schöne Wetter und das kühle Nass sind eine trügerische Idylle.

So nahm auch der Ausflug eines 40-Jährigen an den Scharnebecker Inselsee ein trauriges Ende. Der Pole wurde vorige Woche von Ersthelfern bewusstlos aus dem Wasser gezogen (LP berichtete). Jetzt ist er laut Polizei im Krankenhaus gestorben.

„Viele Gefahren lassen sich vom Ufer aus gar nicht erahnen“, weiß Polizeisprecherin Antje Freudenberg, „denken wir nur an die Buhnen an der Elbe.“ Dort werde das Ufer gern als Badestelle genutzt. Doch nicht nur einmal sei es hier in der Vergangenheit zu gefährlichen Szenen gekommen: „Es gibt einen Sog, der selbst erfahrene Schwimmer schnell unter Wasser ziehen kann“, warnt die Polizeisprecherin. Zum Glück sei es in diesem Jahr noch nicht zu einem Unglück gekommen. Anders als etwa am Rhein, wo ein Junge beim Baden ertrinkt und seine Mutter mitreißt, weil sie dem Sohn helfen will. Oder am Main, wo ein Mann nach einem waghalsigen Bad reanimiert werden muss.

In ganz Deutschland häufen sich derzeit die Badeunfälle an Seen und Flüssen. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass es neue Unglücksnachrichten gibt. Laut DLRG sind auch die Corona-Auflagen für Freibäder und die Zwangspause im Schwimmunterricht ein Grund dafür.
Worauf man beim Baden achten sollte und wie man im Ernstfall Leben retten kannsteht in der aktuellen Lünepost vom 1. Juli.