Lüneburg/Berlin. Hunderte Tote, tausende neue Infektionen – jeden Tag! Die Corona-Zahlen in Deutschland werden einfach nicht besser. Auch nach knapp drei Wochen Lockdown greift die Notbremse nicht. Da war es keine Überraschung mehr, dass nach dem Bund-Länder-Gipfel am Dienstag die Verlängerung verkündet wurde: Bis 31. Januar bleiben Geschäfte und Gastro­nomiebetriebe im ganzen Land geschlossen.

Dazu soll es eine „Corona-Leine“ in Regionen mit hohem Inzidenzwert geben. Übersteigt dieser den Faktor 200 – Lüneburg lag Dienstag bei 39,1 – dürfen sich Bürger nur noch maximal 15 Kilometer um den eigenen Wohnort herum aufhalten. Zudem werden die Kontakte weiter eingeschränkt. So sind Treffen nur noch mit einer Person außerhalb des eigenen Haushalts erlaubt.

Für den Handel ist die verlängerte Zwangspause natürlich ein harter Schlag. Dennoch sagt auch Heiko Meyer, Vorsitzender des Lüneburger City-Managements: „Hätte man mal lieber gleich knallhart zugemacht. Aber klar: Für die Händler ist der Lockdown ein Riesenproblem. Und das, was an Unterstützungen kommt, reicht nicht oder kommt zu spät.“

Und die Schulen? Eigentlich enden am Wochenende die Ferien. Doch der ursprüngliche Plan, ab Montag im Wechselmodell zu unterrichten, kann nicht gehalten werden. Stattdessen sollen die Schulen und auch die Kitas bis Monatsende geschlossen bleiben. Ausnahmen sind für Abschlussklassen möglich, es gibt Notbetreuungen und Distanzunterricht. Eltern sollen für die Betreuung der Kinder zudem zusätzliche Krankheitstage bei vollem Lohnausgleich erhalten können.