Nach Axt-Amok: Warum drehte Radbrucher durch?

Radbruch. Er galt als friedlicher Mann im Dorf. Bei seinen täglichen Spaziergängen mit einem älteren Nachbarn grüßte er freundlich. Auch sonst war er nie auffällig geworden.
Doch am Montagmorgen gegen 9.30 Uhr drehte Klaus H. durch.

Mit einer Axt in der Hand stürmte der 58-Jährige auf den roten Renault Scenic des Radbruchers Peter Meyn (65) zu, der auf der Bardowicker Straße vor dem Gasthaus Sasse gehalten hatte. Frührentner H. schlug mit der Axt die Frontscheibe und das Fenster auf der Fahrerseite ein, versuchte auch, den Fahrer Meyn zu treffen.

Dann verbarrikadierte sich der tobende Täter in seinem Haus.

Wenig später war das Dorf im Ausnahmezustand. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, sperrte die vielbefahrene Bardowicker Straße. Später kam ein Spezialeinsatzkommando aus Hannover. Die Avacon stellte das Gas im Dorf ab, damit der Mann sein Haus nicht in die Luft sprengen konnte.

 

Die Lünepost war vor Ort, sprach mit der Polizei, mit Nachbarn, Freunden und Arbeitskollegen des Amokläufers sowie mit dem Opfer. Mehr in der Ausgabe vom 14. Februar.