Landkreis. Landkreis. Als Verbraucher hatte man bei der Sortierung von Getränkeflaschen stets gut zu tun: Einwegflaschen kommen in den Recycling-Container, die mit dem „Grünen Punkt“ in den „Gelben Sack“ und wieder andere werden gesammelt, um sie im Supermarkt in den Pfand­automaten zu werfen.

Doch das ändert sich jetzt: Die Pfandpflicht wurde zum 1. Januar auf sämtliche Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff mit bis zu drei Litern Inhalt ausgeweitet. Betroffen sind nun auch Säfte, Smoothies und alkoholische Mixgetränke. Für sie wird – wie schon für Cola, Plastik-Bier oder Mineralwasser – ein Pfand von 25 Cent fällig. Doch es gibt auch Ausnahmen: Milchgetränke sind von der Regelung ausgenommen – und per Übergangsregelung bis 1. Juli auch Flaschen und Dosen, die bereits im Umlauf sind.

„Einige Hersteller haben bereits Ende 2021 das Pfand eingeführt“, weiß Jens Mellenthin, Leiter von Famila in Lüneburg. „Wir weisen seitdem unsere Kunden darauf hin, haben die Getränkeregale mit entsprechenden Schildern versehen. Ansonsten hat sich ja am System nichts verändert. “

Noch nicht so recht einschätzen, wie der Rücklauf in Zukunft sein wird, kann es Meike Bergmann, Chefin von drei Edeka-Märkten in Lüneburg und Adendorf: „Wir merken, dass einige Kunden verunsichert und auch unwissend sind. Das Pfandsystem war ja schon früher etwas kompliziert“, sagt die Kauffrau. „Wir weisen in unseren Anzeigen auf die neue Pfandverordnung hin. Außerdem haben wir bereits aufgerüstet mit zwei Automaten, weil immer mehr Pfand kommt. Was viele vielleicht noch nicht wissen: Jetzt werden sogar auch die kleinen Kunststoffflaschen an der O-Saft-Presse pfandpflichtig.“

Die Lünepost hat Verbraucher in der Umgebung danach gefragt, was sie vom neuen Pfand halten. Antworten stehen in der Ausgabe vom 8. Januar – und natürlich auch hier im E-Paper.