Lüneburg. „Ein guter Geist ist jetzt bei uns im Haus“, freut sich Heike Düselder, Direktorin des Museums Lüneburg. Sie und etwa 30 weitere Zuschauer wurden am Dienstagvormittag Zeugen eines ganz besonderen Rituals: Vier tibetische Mönche haben das Museum mit einer eindrucksvollen Gesangs-Zeremonie gesegnet.

„Es handelt sich dabei um eine Jahrtausende alte Tradition“, weiß Iris Prinke-Gosch vom Heilhaus Lüneburg, die die Haussegnung durch die Mönche organisiert hatte. Etwa 30 Minuten dauerte die klangvolle Zeremonie aus Gesang und Gebeten.

Anschließend hat Heike Düselder die Vier durchs Museum geführt: „Unser Haus ist offen für alle Kulturen. Wir alle kennen die historischen Inschriften über alten Häusern wie ‚Gott segne dieses Haus‘. Jetzt haben wir die tibetische Tradition der Haussegnung erfahren.“

„Die vier Mönche sind sogenannte Geshe – das ist der höchste Titel für einen buddhistischen Gelehrten, ähnlich dem eines Professoren“, erklärt Elke Röhl vom Heilhaus. Die Mönche, die sonst in einem Exilkloster in Indien leben, sind für drei Monate in Deutschland und halten sich auch ein paar Tage in Lüneburg auf. Hier haben sie neben dem Museum noch weitere Einrichtungen, Wohnungen und Büros gesegnet.