Landkreis. Bei Volkswagen in Wolfsburg setzt man beim Thema Mobilität alles auf eine Karte: Elektrisch soll die Zukunft nach Vorstellungen des Automobilkonzerns sein. So will VW bis 2023 eine Million E-Autos produziert haben. Um Weltmarktführer zu werden, investieren die Niedersachsen in den kommenden Jahren satte 33 Milliarden Euro. Weltweit ziehen Autobauer nach, wenn auch nicht ganz so ex­trem.

Doch wer sich heute auf den Straßen umschaut, muss lange warten, bis er endlich mal einen „Stromer“ an sich vorbeisurren sieht und hört: Von über 140.000 im Landkreis Lüneburg zugelassenen Fahrzeugen (Anhänger mit eingerechnet), werden gerade einmal 361 elektrisch angetrieben. Dazu dürfen noch 184 Hybrid-Fahrzeuge ein „E“-Kennzeichen tragen. Sie verfügen sowohl über einen Benzin- oder Dieselmotor als auch über einen elektrischen Antrieb.

Gerade einmal 0,5 Prozent der Fahrzeuge im Landkreis sind reine E-Autos – und das soll die Mobilitätswende sein? Auch in Sachen Stromversorgung ist in Stadt und Kreis noch reichlich Luft nach oben. Laut Geoportal des Landkreises Lüneburg finden Fahrer von E-Autos an lediglich rund 40 Standorten öffentliche Ladesäulen für ihre Fahrzeuge. Wenn VW und die Mitbewerber ihre Ankündigungen wahrmachen und binnen vier Jahren Millionen E-Autos auf die Straßen bringen, ist hier dringend Nachbesserung nötig.

Mehr zu dem Thema E-Mobilität lesen Sie in der aktuellen Lünepost vom 4. Januar.